Fluidum Sofa, Bett und Tisch

 

Er vereint Schweizer Rationalität mit kosmopolitischer Eleganz: Friedemann Ramacher designt und produziert seit 15 Jahren die Möbellinie «Fluidum». Seine Sofas, Betten und Tische stehen in der UNO in New York und in der Schweizer Botschaft in Tokyo.

 

Von Urs Huebscher

 

attika: Herr Ramacher, wie sind Sie mit Ihren Möbeln bis in die UNO nach New York gekommen? 

Friedemann Ramacher: Mein Design gefällt den Architekten. Sie sind ausschlaggebend für solche Entscheidungen. Die Einrichtung der UNO war ein Geschenk der Eidgenossenschaft anlässlich ihres UNO-Beitritts. Dass hier nicht ein Sessel von einer der grossen bekannten Marken ausgewählt wurde, sondern ein Möbel einer jungen Schweizer Firma, war mutig und erfüllt mich noch heute mit grossem Stolz.

 

Italienische Polstermöbel sind berühmt für ihr Design. Wie hebt sich Fluidum davon ab? 

Im Vergleich sind wir sicher nicht so modisch und auf den ersten Blick weniger auffallend. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch die aussergewöhnlich eleganten und schlichten Proportionen, welche das Design von Fluidum so einzigartig machen. Mir ist es wichtig, dass meine Möbel langfristig Freude machen. Nicht nur mit hoher Materialqualität, sondern auch mit einem zeitlosen Design. Ausserdem müssen ein Sofa oder ein Bett bequem sein. Ich denke, dass die grossen Marken die Wichtigkeit des Komforts immer noch unterschätzen. Es ist nicht schwer, coole Möbel zu entwerfen. Die Kunst ist es, ein Sofa zu schaffen, das nicht nur atemberaubend schön, sondern auch ergonomisch ist. Das ist mein Anspruch.

 

Wie sind Sie zum Möbel-Design gekommen?

Das war schon immer meine Leidenschaft. Ursprünglich habe ich Architektur studiert, aber abgebrochen. Dann war ich in Werbung und PR tätig. Die Leidenschaft für Design blieb und ich fing an, für mich selber Möbel zu entwerfen und zu bauen. Anfangs war es ein Bett. Einige meiner Freunde waren begeistert und wollten dasselbe. Also fand ich jemanden, der es für mich produziert. Schliesslich kam das Bett in die Ausstellung eines Möbelhauses. Mit Erfolg. Ein Jahr später fing ich an, auch Sofas zu entwerfen und zu produzieren. 2001 folgte der erste Grossauftrag für Hofmann La Roche. Das war eine Superreferenz und zog weitere Projekte nach sich.

 

Womit erklären Sie Ihren Erfolg, vom Design einmal abgesehen?

Ich entwerfe selber und weiss genau, wie meine Möbel produziert werden. Ich kenne jedes Detail. Mich interessiert auch, wie andere Designer und Möbelfirmen arbeiten. In den letzten 15 Jahren war ich an den unterschiedlichsten Projekten beteiligt. Dadurch habe ich eine hohe Kompetenz, die sich über die Jahre entwickelt hat. Auch ist es wichtig, herauszuspüren, was der Kunde will. So ist das neue Bett «King» entstanden. Ich mag schlichte und grazile Betten. Mir fiel aber auf, wie viele Leute zu Hause monströse und protzige Polsterbetten stehen haben, weil sie den Komfort von dicken Matratzen, aufwendigen Lattenrosten und einer höheren Liegefläche schätzen. King ist meine Antwort für diese Kunden. Es ist ein schlankes elegantes Polsterbett, das alle diese Komfortansprüche erfüllt und in eine moderne Inneneinrichtung passt.

 

Sie haben seit zwei Jahren ein eigenes Ladengeschäft...

Ja, der direkte Austausch mit dem Endverbraucher ist mir sehr wichtig. Niemand kennt die Produkte von Fluidum so gut wie ich. Diese Kompetenz wird von unseren Kunden sehr geschätzt. Es macht mir wirklich Spass, meine Produkte selber zu verkaufen. Schön ist auch die Vielschichtigkeit unserer Kunden: Zum Beispiel die junge Architekturstudentin, welche sich voller Freude ein vergünstigtes Ausstellungsstück ergattern konnte. Das frisch pensionierte Ehepaar, welches auf der Suche nach einem richtig bequemen Sofa ist. Oder die vielen Kunden, welche für komplette Einrichtungen zu uns kommen. Bei Fluidum Interiors bieten wir neben meinen eigenen Sofas, Betten und Tischen alles an, was es zum Wohnen braucht: Lampen, Schränke, Regale, Sideboards, Teppiche, Vorhänge, Gartenmöbel, Bettwaren, etc. Wir zeigen hier neben bekannten Kollektionen auch bewusst Produkte von jungen Designern, die nicht überall zu sehen sind.  

www.fluidum.ch