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Sinnesraum Bad

Von der Nasszelle zum ­Wohlfühlzentrum – das Bad gewinnt immer mehr an ­Bedeutung. Was gibt es ­Schöneres als den neuen Tag in einem schönen Bad zu ­beginnen – das ist ein Stück Lebensqualität.

Von Urs Huebscher


Schon länger gibt es die Tendenz dazu, dass Bäder nicht mehr alleine zweckdienlich sein müssen, sondern sich in möglichst grosszügige Wohlfühloasen verwandeln, in denen man länger als nur die übliche Waschzeit verweilen möchte. So haben sich etliche neue Raumkonzepte für das Badezimmer entwickelt. Bei einigen Designs von führenden Herstellern geht sogar die Dusche im Raum auf. Die Türen lassen sich zum Beispiel nach Gebrauch wegklappen und in eine Wandverkleidung verwandeln, hinter der unschöne Dinge wie Duschgel, Rasierer und Co. verschwinden. Zudem werden die Waschplätze grösser und die Armaturen flacher und breiter, so dass der Wasserstrahl nicht mehr nur gebündelt auftritt. Freistehende Badewannen liegen ebenso im Trend wie horizontale Regal- und Schrankreihen. Die Farbe Weiss dominiert weiterhin, nur wird sie in einem modernen Wohlfühl-Bad mit warmem Holz kombiniert. Dies verleiht Natürlichkeit und sorgt für eine wohlige Atmosphäre.


Das Bad wird wohnlicher

Der Wohnfaktor wird immer wichtiger im Bad, vor allem Schlafzimmer und Bad verschmelzen. Die Elemente im Bad werden zunehmend wie Möbel behandelt. Viele Hersteller haben ebenfalls über den Möbelcharakter von Badobjekten nachgedacht. Bei Duravit ist es die dezent luxuriöse Linie «Esplanade», deren abgerundete Möbel manchen Besucher an Schrankkoffer einer vergangenen Epoche erinnern, die Wanne mit ihrem Kragen wiederum an historische Vorbilder. Bei Firmen aus Spanien und Italien wird das Wohnliche im Bad gern nostalgisch interpretiert, als Wannenform auch der opulente Liegesessel zitiert, oder auf schwelgerische, bauchige Formen zurückgegriffen. Wenn dann noch ein Gestell das Waschbecken oder die Wanne umklammert, ist der Retrolook perfekt.

Dass das Bad endlich zu einem richtigen Zimmer geworden ist, verdanken wir dem französischen Designer «Philippe Starck». «Starck» fasste die Produkte wie Möbel auf, die mehr oder weniger frei im Raum zu platzieren waren. Selbst die Badewanne wirkte nicht wie ein Fremdkörper, wenn «Starck» sie mitten im Wohnraum platzierte. Nach und nach wurde das Bad wohnlicher, die Hersteller boten Badmöbel und komplette Badezimmerkonzepte an. Der Konsument träumt nicht mehr von einem opulenten öffentlichen Bad und will kein Renommierstück, sondern eine private Insel. Keine pflegeleichte Funktionszelle und auch nicht einfach eine Wanne in einem Zimmer, sondern ein eigenes Zimmer zum Baden, zur Erfrischung, zur Körperpflege, zum Relaxen, zum Sich-Schön-Machen, zum Musik Hören und Sich-Wohl-Fühlen. Das alles scheint heute so selbstverständlich. Und wenn wir zurückschauen, sehen wir, dass auch die Generationen vor uns das Bad intensiv genutzt haben. Doch sah das Bad eben nicht danach aus. Erst durch die wachsende Bedeutung und Akzeptanz der heimischen vier Wände als Rückzugsgebiet vor der lärmenden Welt wurde das Bad als Gestaltungsfläche entdeckt. Und damit war der Wunsch geweckt, das Bad zu einem repräsentativen Teil der Wohnung zu machen – zum eigenen Vergnügen.


Ein Versuch mit Schwarz

Schwarz kann enorm edel wirken. Vor allem in Kombination mit weisser Keramik. Oder in der Version: aussen schwarz und innen weiss. Bei vielen Anbietern des Besonderen ist Schwarz wieder da. Stahlemail-Wannen sind mal glänzend, mal matt gehalten. Selbst Duschabtrennungen kennen jetzt auch schwarze Rahmen, wo bislang das Motto «so rahmenlos wie möglich» galt. Ob retro, schwarzweiss oder eine singuläre Designform: Alles verschafft dem Bad mehr optisches Gewicht. Das scheint bei vielen Formen im Vordergrund zu stehen: Hauptsache ein Hingucker, ob der Waschbrunnen in Tütenform, das Becken als Kringel oder mit Facettenschliff. Wasser kommt im Schwall oder als Wasserfilm aus dem flachen Auslass – oder auf grosser Deckenfläche als Mega-Regendusche.


Fröhliche Farbsymphonien im Bad

Mit zunehmender Bedeutung des Bades als privates Erholungs- und Entspannungsressort steigen die Ansprüche an Wohnlichkeit und Atmosphäre. Die Menschen erwarten heute vom Bad einen Raum, der ihnen mehr bringt als nur den Nutzen von Baden, Waschen, Zähne putzen oder Duschen. Wo früher kühles Weiss vorherrschte, nimmt die Sehnsucht nach Farbe und individueller Gestaltung zu. Farben sind ein starkes Stück Lebensqualität. Durch sie entsteht nicht nur Wohnlichkeit, sie setzen auch Kontraste und bestimmen in hohem Masse unser Wohlbefinden. Mit den neuen Badmöbeln von Darling New bringt beispielsweise Duravit Sommerfrische ins Bad. Die Fronten der neuen Serie spielen zur fröhlichen Farbsymphonie auf: Frisches Grün oder Azur-Blau sorgen für heitere Farbakzente im Bad. Farben verleihen Räumen Persönlichkeit, schaffen Behaglichkeit und Atmosphäre. Sie wirken auf vielfältige Weise: Die Farbe Grün erfrischt, Blau hingegen wirkt entspannend. Für weniger auffällige Farbtupfer stehen die lebendigen Strukturen von «pine silver» und «pine terra» zur Verfügung. Korpus und Abdeckplatten der Möbel sind in dezentem, matten Weiss oder «Terra» gehalten.

Farbenfroh und besonders strapazierfähig: Viel benutzte Bereiche wie Abdeckplatten, und Konsolenplatten sind in Strukturlack ausgeführt und dadurch besonders resistent gegen Kratzer. Die verschiedenen Ausführungen finden Platz in jedem Bad und sorgen für Frische und Wohnlichkeit. 

 

Infos
www.hug-baustoffe.ch
www.duravit.de
www.infraswiss.ch
www.keramikland.ch
www.klafs.ch

Bilderbogen

Die individuellen, massgefertigten Einzelprodukte der ­Serie Neutra aus Naturstein geben jedem Bad ein natürliches, zeitgemässes Flair. Der italienische Natursteinlieferant verarbeitet Steinarten aus aller Welt in stilvolle Waschbecken, Duschtassen und Badewannen. Mit der Unvergänglichkeit und der Kontinuität von Naturstein hat man einen bleibenden Wert und liegt immer im Trend.
Die innovativen Entwürfe der Serie «KS» sind von ästhetischem Design und technologischer Perfektion geprägt. Die Waschbecken aus Ductal®-Zement entsprechen einem schlichten und puristischen Geist und sind in der Länge nach Mass erhältlich. Die Möbel stehen in 40 verschiedenen Lackfarben und in vier verschiedenen Hölzern zur Auswahl.
Eine Wellness Oase im eigenen Bad: Ein Traum für viele Eigenheimbesitzer. Wer bei der Anschaffung einer Badewanne mit Whirlsystem darauf achtet, dass die erhöhten Anforderungen der SIA Norm 181 (Schallschutz im Hochbau) erfüllt werden, erlebt keine unliebsamen Überraschungen und ist – insbesondere bei Stockwerkeigentum – auf der sicheren Seite.
Stimmungsvoll und harmonisch, langlebig und hochwertig – eine gelungene Badeinrichtung erfüllt eine Vielzahl an Wünschen. Farbempfindungen und Bedürfnisse sind jedoch sehr persönlich, denn jeder Mensch möchte das Bad anders betreten. Damit die Farbwahl nicht zur Qual wird, sondern Spaß ­bereitet, hat Duravit einen eigenen «Stilfinder» entwickelt, mit dem sich der Designfreund und Badinteressierte unter www.mynewdarling.de ganz einfach auf die Suche nach seiner persönlichen Lieblingslösung machen kann. Mit individuellen Lösungen und fröhlichen Farbakzenten wird das Badezimmer mit Darling New zu einem echten Wohlfühlbad.
Eines der bekanntesten Möbel im Badbereich ist der Unterschrank, den Philippe Starck bereits 1994 für seine Badserie entworfen hat. Die neuen rechteckigen Unterschränke präsentieren sich in verschiedenen Maßen. Hier intensivierte Starck das Spiel mit der Geometrie über neue keramische Aufsatzbecken, die kreisrund, quadratisch oder trioval zur Verfügung stehen. Charakteristisch für diese Starck-Möbel sind Schubkästen, die sich durch einfaches Tippen mit dem Knie ­bequem öffnen lassen.
Mit ihrer unverwechselbaren Trapezform hat sich die Badewanne «Paiova» seit ihrer Einführung zu einem echten Erfolgsthema entwickelt. Die Idee: statt sich gegenüber zu sitzen, tauchen die Badenden nebeneinander ein in die Quelle der Entspannung. Den Kopf in die bequeme Nackenstütze gelehnt, geniesst man so bequem zu zweit. Dank fortgeschrittener Acryltechnik kann Badhersteller Duravit die typische Form dieses ­Erfolgsmodells nun erstmals wie aus einem rechteckigen Monoblock herausbilden. Der Monolith verfügt über Abmessungen von 170x100 cm und steht sowohl in der Version Ecke links als auch Ecke rechts zur Verfügung.
Der Korpus dieser mit «St.Trop» benannten Dampfdusche ist schlicht, quadratisch und beansprucht an Grundfläche nicht mehr als einen Quadratmeter. Die Tür zeigt einen Bilderrahmen wie bei einem grossen Gemälde. Der Hintergrund ist weiss und bildet die Leinwand. Zum Motiv wird der Duschende selbst und vollendet das Bild in seiner natürlichen Schönheit. Auch der aus temperaturfestem Material bestehende Hocker nimmt das künstlerische Motiv auf: Er ist eine Skulptur für sich.
Neue Serie des Designers Tchoban aus Keramik, Möbeln sowie einem kompletten Wannenprogramm und ist nicht umsonst in Anlehnung an französische Prachtstrassen «Esplanade» genannt: Grosszügige Masse und ­weiche Formen zeichnen die Serie aus.
Oben: Ausgehend von der perfekten Form des Eies wurde die ­Badewanne «Vov» kreiert. Grosszügig und bequem, wie geschaffen für ein erholsames Bad. Eine Wanne aus ­einem einzigen weissen oder grauen K-Plan-Block, ein kompaktes, glattes, strapazierfähiges, handschmeichelndes und praktisches Material, dass sich schnell und leicht reinigen lässt.
Oben: Bei der «Solodoccia» kommen individuelle ­Einrichtungs- und Gestaltungswünsche zum Zug. Den eigenen Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Das Profil ist in anthrazit, weiss und chrom und die Gläser in transparent, fumé, bronze und satinato erhältlich.
Mit Goccia, den Armaturen in Regentropfenform, symbolisiert das Wasser seinen ­Ursprung. Die Assoziation, welche die Armaturen hervorrufen, vermittelt das Gefühl, dem Element Wasser noch ein Stück näher zu sein und die Natur in ihrer reinen Form geniessen zu können.