
- Nicht nur Frauen kommen ins Schönheitsinstitut von «swissestetix», auch immer mehr Männer folgen dem Pfad der Schönheit.
Im Namen der Schönheit
Das Geschäft mit Jugendlichkeit und Attraktivität floriert – ganz besonders am Zürichsee haben sich zahlreiche Anbieter ästhetischer Medizin niedergelassen. Unter ihnen das Schönheitsinstitut «swissestetix». Im Juni feiern die «Beauty Doctors» ihr zehnjähriges Jubiläum.
Von Stine Wetzel
An der Wand ein übergrosses Poster. Darauf eine aus Schnipseln und Einzelteilen zusammengebastelte Frau. Schlauchbootlippen, dralle Brüste, Augen wie die einer Katze, schaut die zusammengestückelte Frau von der klinisch weissen Wand. – Nicht gerade ästhetisch; ein kritisches Statement zum Körperkult unserer Zeit. Und ein bisschen ironisch, schliesslich ist das ein Büro des Schönheitsinstituts «swissestetix» in Rapperswil.
«Mit Schönheitsmedizin wird selbstbewusster umgegangen»
«Persönlich kann ich mit dem Bild nicht viel anfangen», sagt Guido Danek, ehemaliger Medien- und Marketingchef eines deutschen Fussballverbandes. «Der Künstler wollte uns damit sicher etwas sagen, aber schön finde ich diese Kunst nicht». Der Deutsche hat einen Sinn für Ästhetik, sieht das Schöne in den Menschen, die ihn umgeben, und in der Natur. – Vor anderthalb Jahren hat er die Leitung von «swissestetix» übernommen. «Früher hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich mal ein Schönheitsunternehmen manage. Mittlerweile ist es für mich unvorstellbar, dass ich je etwas anderes gemacht habe.» Er ist überzeugt von «swissestetix». Überzeugt von der Idee, Menschen zu helfen und Leben zu verändern. Mit einem Lächeln erzählt Danek von einem eindrücklichen Erlebnis: «Neulich kam eine ältere Dame mit einer tiefen Stirnfalte, die ihr einen ernsten und unsympathischen Gesichtsausdruck verlieh, zu uns. Wir haben das mit einfachen Mitteln korrigiert. Kaum hat die Frau in den Spiegel geschaut, begann sie zu weinen, weil sie nicht glauben konnte, dass sie wieder freundlich und frisch aussieht. Dafür arbeiten wir, das macht unsere Aufgabe buchstäblich schön.»
Wie Zauberei klingt das. Wunschträume, die wahr werden. «Die Frauen und Männer, die zu uns kommen, fühlen sich in und mit ihrem Körper nicht wohl. Wir nehmen uns Zeit und beraten jeden umfassend. Nach einer Behandlung oder Operation sind die Patienten dann meist aktiver und selbstbewusster als zuvor.» So gesehen, wirkt das Ganze wie die logische Konsequenz, wenn der Makel an einem nagt. Naheliegend, wie der Besuch im Haus der Verschönerung; im Keller das Tattoostudio, im Erdgeschoss Coiffeur und Kosmetiker, in der ersten Etage die Schönheitspraxis. Tatsächlich ist die Hemmschwelle für ästhetisch-medizinische Eingriffe gesunken. «Früher gab es eine gewisse Scham, wenn man zum Schönheitschirurgen ging, man sprach nur ungern darüber. Heute ist das Thema nach wie vor heikel, und das ist auch richtig so, aber die Menschen gehen selbstbewusster damit um», sagt Guido Danek.
«Hier geht es um Menschen, nicht um neue Reifen»
Man stelle sich einen Warteraum in einer Praxis vor. Frauen und Männer, Junge und Alte, wie sie mit übereinander geschlagenen Beinen, wippenden Fusses in einer Illustrierten blättern. Ein Schnarren im Lautsprecher: «Frau Müller, Brustimplantate, bitte in Zimmer drei.» – Eine absurde Vorstellung, die zeigt, dass ästhetische Chirurgie kein Alltag sein kann und nur funktioniert, wenn die Privatsphäre geschützt wird. Danek sieht das so: «Hier geht es nicht mal eben um neue Reifen für den Porsche, sondern um den eigenen Körper. Wenn man daran etwas verändert, ist man nicht mehr der- oder dieselbe. Vor solch einer Entscheidung haben wir allergrössten Respekt, deshalb finden alle Schritte rund um die Behandlung diskret statt und die Patienten laufen nicht Gefahr, ihre halbe Nachbarschaft bei uns zu treffen.»
Die Patienten – «normale» Leute aus der Mittelschicht und ein paar bekannte Gesichter aus den oberen Zehntausend – werden behutsam beraten. Danek nennt diese Vorgehensweise «sanft auf ganzer Linie». Vom ersten Hallo, über den Eingriff bis zum Auf-Wiedersehen. Das gibt es, so sagt er, immer öfter, die Tendenz geht zur Zweit- und Drittbehandlung. Obgleich sich alles ums Schöner-Werden dreht, geht dem Moment der Korrektur aber oft jegliche Ästhetik ab. Geschäftsführer Guido Danek hat dazu bewusst Videos von Eingriffen auf die Homepage gestellt. Damit die vermeintliche Zauberei transparent wird. Wichtig ist, keine leeren Versprechungen zu machen. Denn Zaubern, das ist an der Realität vorbei, schliesslich sind hier keine Magier am Werk sondern Ärzte – mit magischen Händen, versteht sich, die realistische Ergebnisse modulieren. Hin und wieder wird auch mal ein Eingriff abgelehnt. «Bei sehr jungen Frauen sagen wir schon mal ‹Nein›», erzählt Danek, wohlwissend, dass sie vielleicht noch am gleichen Tag einen anderen Chirurgen finden, der nachlässiger mit seiner Verantwortung umgeht.
Schönheitsmedizin ist nicht mehr wegzudenken, genauso wenig wie die Menschen, die sich mit dem Makel an ihrer Hülle nicht abfinden mögen. Um Patienten aus dem Schatten ihrer Selbst herausführen zu können, ist ein professionelles Angebot unabdingbar. Das liegt Guido Danek persönlich am Herzen. Grübelnd über eine neue Ethik in der Schönheitsmedizin blickt er hinaus, auf die Dächer der Altstadt. «Man muss den Menschen in den Mittelpunkt rücken und nicht einzelne Körperpartien, die es zu korrigieren gilt.» Hält das ein «Beauty Doctor» anders, ist er bei «swissestetix» fehl am Platz. Da ist Danek strikt.

Swissestetix – The Beauty Doctors
bietet ein grosses Spektrum an modernster ästhetischer Medizin und führt mit insgesamt fünf spezialisierten Ärzten circa 90 Prozent aller Behandlungen und Operationen an den Standorten Zollikon und Rapperswil SG durch. Grössere Operationen, die nächtliche Betreuung erfordern, werden in Partnerspitälern rund um den Zürichsee vorgenommen. Im Juni diesen Jahres wird «swissestetix» unter der Leitung von Guido Danek (im Bild) nun (schöne) zehn Jahre alt. – Eine Zeit, in der sich das innovative Schönheitsunternehmen mit seinem Angebot im Umkreis von Zürich behauptet und durchgesetzt hat – klar und verantwortungsbewusst in seiner Einstellung, ernsthaft und flexibel in seiner Struktur.



