
- PERSÖNLICH. Zum ersten Mal seit Jahren nahm Warner Music Central Europe einen Schweizer Act unter Vertrag: Mit TinkaBelle (v.l.n.r.: Arz, Tanja, Andy und Res) wurde einer der viel versprechendsten Newcomer unter die Fittiche genommen. TinkaBelle ist moderner Pop mit Countryanleihen, mit Tanja als Schweizer Ausgabe der jungen Sheryl Crow.
Auf dem Highway
TinkaBelle zelebriert frischen, country-poppigen Rhythm & Groove. Sängerin Tanja Bachmann überzeugt mit ausgefeiltem Können und ihrem umwerfenden Charme.
Von Urs Huebscher
Tanja Bachmann, die Frau, die hinter TinkaBelle steckt, war die Schweizer Newcomerin des vergangenen Jahres. Ihr Vertrag bei Warner Music wurde gleich über vier Länder unterzeichnet, ihr Debüt erreichte Gold-Satus. Los ging’s 2010 mit der Hit-Single «The Man I Need». 2011 folgte unter der Ägide von Warner das Debütalbum «Highway», das auf Rang 2 in den Schweizer Album-Charts landete. Eine Sensation – auch dank des Duetts von Tanja mit Schmusesänger Seal («You Get Me»). Es folgten die Zusammenarbeit mit Luca Napolitano, den Italien als den neuen Eros Ramazzotti feiert, und eine ganze Menge verdienter Popularität.
attika: Tanja, wer ist TinkaBelle und wie seid Ihr entdeckt worden?
Tanja Bachmann: Ich habe Musik studiert und dabei ein Abschlusskonzert gegeben. Dazu brauchte ich eine eigene Band, kannte unseren Gitarristen Arz schon seit Jahren und nach dem Konzert kam der Wunsch auf, gemeinsam weiterzumachen. Wir haben Songs geschrieben, Demobänder an die Plattenfirmen gesandt, etc., über Jahre an der Musik gearbeitet und immer gewusst, entweder kommt es eines Tages oder es kommt nicht. Wir hatten sicher auch Glück. Dann plötzlich ging es los wie ein Sturm, mit der Anfrage von Warner Music. Seal, der auch bei Warner ist, hatte die Idee in jedem Land mit einem anderen Künstler ein Lied zu veröffentlichen. Und in der Schweiz fiel der Entscheid auf uns! Das Lied wurde dann in Deutschland, Österreich und in der Schweiz veröffentlicht und ist auf unserem Album enthalten.
Schreibt Ihr alle Songs selber? Wie bezeichnet Ihr Eure Musik?
Unsere Musik sind Lieder im Pop-Folk-Stil mit Country-Einflüssen. Wir verwenden ja auch das eine oder andere spezielle Instrument. Beim aktuellen Album habe ich zusammen mit unserem Gittaristen Arz bis auf zwei Songs alle selber geschrieben.
Gibt es bald ein neues Album?
Zuerst folgen noch ein paar Konzert und die grossartige Show bei der wir mitwirken dürfen: Art on Ice. Dann, für Mai und Juni, ist das Studio gebucht und wir haben die Absicht ein neues Album aufzunehmen.
Ihr Rückblick auf das vergangene Jahr?
Wir haben nie daran gedacht, dass es so kommen könnte. Unser Leben war und ist die Musik. Wir geniessen den Augenblick.
Sie stehen bei der Band im Mittelpunkt, haben Sie untereinander nie Probleme?
Nein, absolut nicht. Unsere Strukturen sind klar, auch bei der Namenswahl war es schon so und es war immer allen klar, dass sich alles um mich drehen wird – inklusive Namen.
Ihr Vorbild?
Musikalisch Bruce Springsteen.
Was ist das Wichtigste in Ihrem Leben?
Das ich etwas machen darf, was mich glücklich macht.
Wie würden Sie sich beschreiben?
Als fröhlichen Menschen. Ich habe es sehr gerne lustig.
Was bringt Sie zum Ausrasten?
Staubsaugen! Das hasse ich! Staubsaugen macht mich aggressiv!
Was ist Ihnen an anderen Menschen wichtig?
Deren Offenheit.
Welche Rolle spielt Geld in Ihrem Alltag?
Damit kann ich meine Rechnungen bezahlen.
Wo treffe ich TinkaBelle privat?
Ich bin kein Clubmensch. Ich gehe eher an Live-Konzerte.
Was ist Ihr grösstes Laster?
Essen. Süssigkeiten. Schokolade!
Was sind Ihre Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Wenn es so weiter geht wie bisher, bin ich ganz zufrieden.
Was ist für Sie ein guter Tag?
Wenn man ins Bett fallen kann und sich darüber freuen darf, was man alles erreicht hat im Laufe des Tages. Einfach geniessen, was man hat.
Wäre Zürich eine Person, wie würden Sie diese charakterisieren?
Insgesamt eine positive Person.
Wo essen Sie am liebsten?
Im Durstigen Esel in Birmensdorf bei Zürich. Das Lokal ist gleichzeitig Plauderbar, Esswerkstatt, Kinderstube, Weinterrasse und Kulturstädte. Hier kann man gemütlich einen Kaffee trinken, eine Kleinigkeit essen oder sich auf einen Schwatz treffen.



