
- Helene Fischer
Helene Fischer Die Königin des Schlagers
Sie ist nicht nur eine der erfolgreichsten Schlagersängerinnen unserer Zeit, sondern auch eine mitreissende Entertainerin, deren Shows längst internationales Format erreicht haben. Im Mai kommt Helene Fischer erstmals mit einem grossen Orchester für ein exklusives Konzert nach Zürich.
Von Urs Huebscher
Helene Fischer schafft es wie keine andere zuvor, mit ihrer aussergewöhnlichen Stimme und ihrem natürlichen Charme die Herzen für sich zu gewinnen. Die bisherige Karriere liest sich wie ein modernes Märchen: Als Entdeckung des Jahres 2006 gefeiert, schaffte es die Ausnahmekünstlerin auf Anhieb zur Königin des deutschen Schlagers aufzusteigen. Zwei Jahre später blickte sie auf zwei erfolgreiche CDs und DVDs, diverse Gold- und Platin-Auszeichnungen, Top Ten-Platzierungen, unzählige Medienpreise, und eine fast ausverkaufte erste Solotournee zurück. Erfolgsmeldung auf Erfolgsmeldung, Superlativ auf Superlativ. – Helene war auf Kurzvisite in Zürich und stand uns persönlich Red und Antwort.
attika: Wie würden Sie sich beschreiben?
Helene Fischer: Ich bin ein sehr positiver und offener Mensch. Teilweise bin ich auch ein wenig chaotisch. Meine Liebe zu meinem Beruf steht im Mittelpunkt. Ich habe wahnsinnig viel Spass auf der Bühne und tobe mich dort gerne aus.
Sie hatten 2005 im Rahmen der TV-Sendung «Hochzeitsfest der Volksmusik» Ihren ersten Fernsehauftritt, kurze Zeit darauf folgte der erste Plattenvertrag. Mittlerweile schauen Sie auf fünf Jahre steiler Karriere zurück... Was ist das für ein Gefühl?
Ein sehr schönes Gefühl natürlich, 2005 hatte ich ja meinen allerersten Fernsehauftritt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch kein Album veröffentlicht. Doch nach dem man mich im TV gesehen hatte, ging alles ganz schnell, 2006 begann meine Karriere dann richtig. Ich durfte viel erleben und bin reif an Erfahrung geworden, durfte Tourneen machen, moderieren. Es ist ein unglaubliches Gefühl, auch hier in der Schweiz sein zu können, wo ich noch nicht so bekannt bin wie in Deutschland.
Sie haben einen unwahrscheinlich vollen Terminkalender: Haben Sie keine Angst vor Erschöpfung; davor dass auf einmal alles einbricht?
Solange es mir Spass macht und ich es von Herzen mache, kann das gar nicht passieren. Ich stand bei der letzten Tournee drei Monate lang fast jeden Abend mit sehr viel Leidenschaft auf der Bühne und spürte keine Erschöpfung. Die Erholung nahm ich mir dann nach der Tournee. Die ersten Jahre meiner Karriere waren schon anstrengend, doch seit 2009 versuche ich es etwas ruhiger angehen zu lassen und ich bin ja auch in der glücklichen Lage, dass ich auswählen kann, was ich machen möchte und was nicht.
Über Ihr Privatleben hört man praktisch nichts. Wie schaffen Sie das?
Es wird natürlich viel geschrieben, allerdings öffne ich für die Presse nicht die Türen zu meinem Privatleben. Eine Homestory über mich wird man in den Medien nicht finden. Meine Familie schätzt das sehr, denn sie möchte nicht in die Öffentlichkeit. Es ist ja bekannt, dass ich mit Florian Silbereisen zusammen bin, darüber wird viel berichtet und vieles ist frei erfunden. Da muss man einfach drüber stehen. Generell soll Privates privat bleiben.
Ihre Laufbahn begannen Sie als Musical-Darstellerin. Zog es Sie schon immer zum Gesang?
Ich glaube schon, da ich als kleines Mädchen auf Geburtstagen, Hochzeiten, wo immer es die Möglichkeit gab, gesungen und mir so meine kleinen Bühnen geschaffen habe. Doch auch Tanz und Theater begeisterte mich und so merkte ich schnell, dass Musical genau das richtige für mich ist, weil ich da tanzen, singen und schauspielern kann. Diese drei Komponenten zu verbinden, war für mich perfekt. Dann kam aber eben alles ganz anders: Ich lernte meinen Manager kennen und konzentrierte mich von da ab auf den Gesang
– eine für mich absolut richtige Entscheidung.
Dreimal die «Krone der Volksmusik», dreimal die «Goldene Henne», drei ECHO-Awards, 14-mal Platin-, 20-mal Gold-Status: Wie haben Sie das geschafft, was denken Sie, gefällt Ihren Fans an Ihrer Musik?
Ich höre oft von meinen Fans, dass sie meine Musik so gerne hören, weil sie sich in meinen Liedern und Texten wiederfinden.
Haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt, dem Schlager den Rücken zu kehren und eine neue musikalische Richtung einzuschlagen?
Nein, das würde ich nie, denn schliesslich bin ich mit dem Schlager gross geworden. Ich versuche, die Leute für den Schlager zu begeistern.
Sie gehen völlig neue Wege für eine Schlagersängerin, loten den Begriff neu aus und führen ihn an seine Grenzen. Wer hat die Ideen dazu?
Mein Team und ich haben viele Ideen und daraus entwickelt sich immer wieder etwas Neues. Uns ist es auch wichtig, den Zeitgeist mit einzufangen. Was mich bei der Arbeit besonders motiviert und auch beeinflusst, ist, dass alle Generationen meine Musik hören.
Sie setzen auf die Kompositionen von Jean Frankfurter und die Texte von Tobias Reitz, Kristina Bach u.v.m.: Was muss ein Song mitbringen, um von Ihnen gesungen zu werden?
Wir beraten uns, führen viele Gespräche miteinander, um zu erfahren, in welche Richtung es gehen soll. Bei meinen Texten ist natürlich die Liebe das grosse und immer wiederkehrende Thema. Davon fühlen sich alle Menschen in jedem Alter immer angesprochen. Das ist mir wichtig. Es geht nicht darum, dass ich mich in dem Titel verwirkliche, sondern ich will Geschichten aus dem Leben erzählen und in denen soll sich das Publikum wiederfinden.
Sie machen in diesem Jahr Ihre dritte Konzertreise, was ist anders als früher?
Schon mit der letzten Tournee habe ich einen grossen Schritt nach vorne gewagt. Vor ein paar Jahren sang ich mal Halbplayback, dann mal mit Band und so ging es immer einen Schritt weiter. Ich versuche, mich weiter zu entwickeln
– auch äusserlich und musikalisch. Inzwischen trage ich auch mal ein kurzes Kleid auf der Bühne und bei meiner diesjährigen Tour treten wir in sehr grossen Hallen mit grossem Orchester, Band und Tänzern auf. Das wird ein ganz anderes, neues Seh- und Hörerlebnis.
Im Rahmen der diesjährigen Tournee machen Sie im Zürcher Hallenstadion halt. Sind Sie in Ihrer Bühnenshow 2011 auch wieder akrobatisch gefordert?
Es gibt auch 2011 wieder Überraschungen. Die Fischer macht sicher wieder Verrücktes... Es wird emotional, ein Feuerwerk der Gefühle, aber auch peppig.
Es ist nicht das erste Mal, dass Ihr Weg Sie nach Zürich führt...
Ja, ich war schon ein paar Mal in Zürich und finde die Stadt wunderschön. Und nicht nur wegen der tollen Einkaufsmöglichkeiten... Die Menschen hier sind aussergewöhnlich nett und so höflich. Das gefällt mir.
Bemerken Sie Unterschiede zwischen dem deutschen und dem Schweizer Publikum?
Es gibt sogar von Stadt zu Stadt Unterschiede. Manchmal dauert es in gewissen Städten ein wenig länger bis der Funke überspringt. Dafür geht es in anderen Städten ab der ersten Minute euphorisch zu. Bei meinen beiden letzten Konzerten hier haben die Schweizer toll mitgemacht. An dieser Stelle ein Danke.

PERSÖNLICH
Helene Fischer wurde im sibirischen Krasnojarsk geboren und zog als knapp Vierjährige mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie besuchte die Musical-School in Frankfurt und traf mit 21 Jahren ihren Manager Uwe Kanthak, der sie noch heute betreut. In der Schlagerszene hat niemand so viel Erfolg wie sie. In ihrer jungen Karriere hat sie mittlerweile 40 Gold- und Platinauszeichnungen bekommen. Am 8. Mai 2011 gibt sie ihr grosses Konzert «Helene Fischer – Live mit Orchester» im Hallenstadion, Zürich.
Helene Fischer
Helene Fischer schafft es wie keine andere zuvor, mit ihrer aussergewöhnlichen Stimme und ihrem natürlichen Charme die Herzen für sich zu gewinnen. Die bisherige Karriere liest sich wie ein modernes Märchen: Als Entdeckung des Jahres 2006 gefeiert, schaffte es die Ausnahmekünstlerin auf Anhieb zur Königin des deutschen Schlagers aufzusteigen





