
- Die Menschen von heute sollten die Natur wie ihre Mitmenschen achten und mit den Ressourcen schonend umgehen.

- Schöne Frauen haben es leichter, sagt man. Schöne Frauen sind erfolgreicher, sagt man. Deshalb verbindet die Miss Earth Wahl Schönheit mit einem guten Zweck. Mit der Wahl von Miss Earth Schweiz wird eine Brücke zwischen Glamour und ernsthaften Engagement gebaut.
Irina De Giorgi
Schönheit für einen guten Zweck
Die Miss Earth Schweiz 2011 aus Pfäffikon ZH setzt ihre Schönheit und ihre Popularität während eines Jahres für wohltätige Zwecke im humanitären Bereich und für den Umweltschutz ein. Wir sprachen mit der Zürcher Oberländerin und Thomas Buchwalder setzte sie ins richtige Licht.
Von Urs Huebscher
Schon einmal versuchte Irina ihr Glück bei einer Wahl – der Miss-Zürich-Wahl vor zwei Jahren. Während es damals nur für den zweiten Platz reichte, konnte sie sich bei den Miss Earth Wahlen Schweiz 2011 durchsetzen. Miss Earth? Ja, seit 2006 wählt die Schweiz jährlich eine eigene Miss Earth. Diese Wahl steht für mehr, als einfach nur einen weiteren Schönheitswettbewerb. Die gewählte Miss muss nicht nur gut aussehen, sondern auch soziale und ökologische Verantwortung beweisen. Der Titel ist weltweit einer der meist qualifizierten und gleichzeitig populärsten Schönheitswettbewerbe. Anders als bei Veranstaltungen wie Miss Schweiz oder Miss Universe, wird bei Miss Earth ein besonderer Anspruch gefordert: Die Bewerberinnen werden nicht lediglich wegen ihrer Erscheinung und Ausstrahlung, sondern vor allem aufgrund ihrer Bemühungen im Bereich der humanitären Hilfe und auf dem Gebiet des Umweltschutzes bewertet.
Das gleiche Konzept gilt auch in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika, Australien und Europa, wo jedes Jahr junge Frauen auf Spendensuche gehen, um ihren Beitrag für eine bessere Welt zu leisten. Verständnis für andere Kulturen, Mitgefühl, Schutz der Natur und friedliches Zusammenleben sind ihnen wichtig und für diese Werte setzen sie ihre Schönheit ein. Schönheit und Natur in Harmonie. Einmal jährlich treffen sich die rund 120 Missen der verschiedenen Länder, um sich der Wahl zur Schönsten der Schönen zu stellen – der weltweiten Miss Earth. Anlässlich dieses Contests werben die Missen im Austragungsland für ihre Anliegen. Diese Besonderheit macht die jährliche Gewinnerin von Miss Earth automatisch zur Sprecherin der Miss Earth Stiftung, des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) und anderer aktiven Gruppen, die solche Programme unterstützen. Es ist kein Zufall, dass das Motto der Miss Earth «Beauties for a cause» ist, «Schönheiten für einen Zweck» heisst.
attika: Wer ist Irina De Giorgi?
Irina De Giorgi: Ich bin 21 Jahre alt und gelernte Schneiderin. Mein Beruf ist mein Hobby und zugleich meine Leidenschaft. Im Moment macht es mir sehr viel Spass, meine Berufserfahrungen mit den Miss Earth-Aufgaben zu kombinieren. Natürlich spielt meine Arbeit auch eine wichtige Rolle, denn ich arbeite zur Zeit als Bekleidungsgestalterin bzw. Modellschneiderin beim bekannten Modelabel Akris.
Aufgewachsen bin ich im Zürcher Unter- und Oberland in einer grossen Patchwork-Familie mit vier Geschwistern. Das hat wohl auch zu meiner ruhigen Art beigetragen. Ich sehe immer alles positiv und bezeichne mich als aufgestellten Menschen.
Ihre Zukunftspläne?
Meine Karriere würde ich auch weiterhin gerne mit dem Miss-Titel in Verbindung setzen. Langfristig ist es aber ganz klar mein Ziel, mich als Schneiderin für gehobene Ansprüche selbstständig zu machen.
Was wollten Sie als kleines Mädchen werden?
Mein Mädchentraum war es, Verkäuferin in einem Brautmodengeschäft zu werden und ich glaube, dass ich das eines Tages noch ausprobieren muss. Es fasziniert mich noch immer. Der Wunsch, einen handwerklichen und vor allem kreativen Beruf zu wählen, entwickelte sich aber schon sehr früh. Ich habe nämlich meine Puppenkleider selber genäht.
Wie kam es zur Teilnahme an der Miss Earth Wahl?
Das war eine spontane Entscheidung. Zu Beginn wusste ich nicht einmal genau, was sich hinter dem Titel verbirgt. Nach dem Casting landete ich auf dem 15. Platz von 14 Finalistinnen... Also war der Zug für mich eigentlich abgefahren. Durch einen Kandidaten-Ausfall wurde ich dann jedoch nachnominiert. Mich machte dieses Vorgehen sehr skeptisch, sodass ich erst gar nicht mehr an diesen Wahlen teilnehmen wollte. Der Hintergrund der Miss Earth Wahl war aber Grund genug für mich, dann doch teilzunehmen, da ich ein sehr sozialer Mensch bin. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es eine sehr gute Erfahrung war. Bei einer Miss Schweiz Wahl hätte ich das wahrscheinlich nicht gemacht. Der Sieg kam völlig überraschend, da ich nie daran gedacht hatte, dass ich gewinnen könnte. Mein persönliches Ziel war es unter die besten Sechs zu kommen.
Hat sich Ihr Leben seit dem Sieg verändert?
Eigentlich bis anhin nicht, ausser den vielen Foto-Shootings im In- und Ausland. Da ich keine grossen Schlagzeilen liefere, verläuft mein Leben ruhig.
Wieso glauben Sie wurden Sie gewählt?
Ich konnte im Jurygespräch mit meiner natürlichen, bodenständigen Art überzeugen. Ich bin Irina und bleibe Irina und möchte mich nicht als eine andere Person vermarkten.
Was tut eine Miss Earth überhaupt? Erklären Sie uns diesen Titel!
Das ist kein Schönheitstitel wie jeder andere. Der Slogan dieser Wahl heisst ja «Beauties for a cause». Es steckt also mehr dahinter als nur schön zu sein. Sicher gibt es Events, Shootings und vieles mehr, aber es stehen die Projekte im Vordergrund, die ich unterstützen werde: Zu diesen Projekten zählen die Aktion des Roten Kreuz «Augenlicht schenken» oder diverse Projekte mit «My Blue Planet». Ich werde mich aber auch regional stark engagieren, nämlich für die herzkranken Kinder im Kinderspital Zürich.
Gibt es einen Prominenten, den Sie gerne kennenlernen möchten?
Selber fühle ich mich nicht als prominent. Und für mich sind Promis keine besseren Menschen als andere. Ich bin davon überzeugt, dass es Menschen gibt auf dieser Welt, die mehr zu erzählen haben, als eine Lady Gaga oder so. Prominente haben daher für mich keinen besonderen Status.
Was macht Sie besonders stolz?
Dass ich so bin, wie ich bin und zu dem stehe.
Welche Rolle spielt Geld in Ihrem Alltag?
Geld braucht man, aber es ist nicht das Wichtigste im Leben.
Haben Sie Vorbilder?
Meine Mutter. Sie ist eine Powerfrau und ist einfach für jeden da.
Was ist das Wichtigste in Ihrem Leben?
Meine Familie, und dass es dieser gut geht.
Ihr Lieblingsessen?
Ich liebe die italienische Küche, beispielsweise Lasagne.
Wenn Sie nicht arbeiten?
Dann unternehme ich gerne etwas mit Freunden in der Natur.
Ihr Macke?
Ich werde sehr ungeduldig, wenn man mich warten lässt.
www.missearthschweiz.ch






